Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) wird im Rahmen des Bundesprogramms "Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben - rehapro" das unter anderem im Märkischen Kreis angesiedelte Modellprojekt "PRO AKTIV - Teilhabe gestalten - Arbeitsfähigkeit erhalten" mit rund 11.650.000 Euro fördern. Dies gibt die heimische Abgeordnete Dagmar Freitag bekannt. PRO AKTIV wird vom Jobcenter Märkischer Kreis in Iserlohn gemeinsam mit dem Jobcenter Ennepe-Ruhr-Kreis und der Deutschen Rentenversicherung Westfalen durchgeführt.

Vor dem Hintergrund einer wachsender Zahl von Menschen, die eine Erwerbsminderungsrente oder Eingliederungshilfe erhalten, will das von Hubertus Heil (SPD) geführte BMAS die Rehabilitation von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen stärken. Ziel des Bundesprogramms ist es, mit innovativen Leistungen und organisatorischen Maßnahmen die Erwerbsfähigkeit besser zu erhalten oder wiederherzustellen. Jobcenter und Rentenversicherungsträger können dafür über einen längeren Zeitraum neue Ansätze erproben, Menschen mit Rehabilitationsbedarf zu unterstützen. Erfolgreiche Ansätze können im Idealfall später verstetigt werden.

PRO AKTIV verzahnt diagnostische, therapeutische, gesundheitsbezogene und rehabilitative Maßnahmen mit Methoden der Arbeitsförderung und berücksichtigt dabei individuelle Problemlagen. Das Know-How von Jobcenter-Lotsen und Teilhabeberatern wird gebündelt. In einem engen Betreuungsverhältnis werden gesundheitlich stabile Teilnehmer bei der Arbeitsplatzsuche unterstützt. Arbeitgeber werden mit Blick auf neue, zukunftsträchtige Arbeitsplätze beraten. "Das Konzept von PRO AKTIV ist sehr vielversprechend und ich freue mich, dass das Jobcenter MK dafür finanzielle Unterstützung durch den Bund erhält. Im Rahmen des Bundesteilhabegesetzes hat sich die SPD im Bundestag dafür eingesetzt, dass der Bund entsprechende Mittel bereitstellt. Besonders schön ist natürlich, dass nun auch Menschen aus meinem Wahlkreis von dem Programm profitieren werden", so Dagmar Freitag. Das Projekt startet zum 01.01.2020 und läuft bis zum 31.12.2024.