• Reichstagsgebäude
    Reichstagsgebäude

    Berlin

  • AG Außenpolitik der SPD-Bundestagsfraktion
    AG Außenpolitik der SPD-Bundestagsfraktion

    (c) Auswärtiges Amt

  • Blick auf die Spree
    Blick auf die Spree

    Berlin

Berlin

Bei den Verhandlungen der Arbeitsgruppe Inneres und Recht zur doppelten Staatsbürgerschaft hat es am Donnerstag keine Einigung gegeben. Die Union lehnt die doppelte Staatsbürgerschaft weiterhin ab. Das Thema wird nun in die Große Verhandlungsgruppe gehen.

Mit der Union konnte am Donnerstag zunächst keine Einigung über die Modernisierung des Staatsbürgerschaftsrechts erzielt werden. Während sich die SPD in der Arbeitsgruppe Inneres und Recht für die Einführung einer doppelten Staatsbürgerschaft einsetzt, lehnt die Union diese weiterhin ab.

„Die Union hält weiter am Optionszwang fest“, teilte SPD-Verhandlungsführer Thomas Oppermann nach der Sitzung mit. Das sogenannte Optionsmodell bedeutet: Wer in Deutschland geboren ist und ausländische Eltern hat, bekommt zwar auch die deutsche Staatsangehörigkeit, muss aber bis zur Vollendung des 23. Lebensjahres zwischen dem deutschen Pass und dem seiner Eltern wählen. Das betrifft vor allem junge Menschen mit türkischen Wurzeln.

SPD will den Optionszwang abschaffen

Die SPD will den Optionszwang abschaffen: „Menschen, die 23 Jahre hier gelebt haben, wieder auszubürgern – das passt einfach nicht mehr in unsere Zeit“, so Oppermann. Es handele sich hierbei um ein Relikt, das die Integration vieler junger Einwanderer erschwere. „Wir brauchen keine Ausbürgerungen, sondern mehr Staatsangehörige mit allen Rechten und Pflichten“, machte Oppermann nach der Sitzung klar.

Das Thema soll nun in der Großen Verhandlungsrunde am kommenden Montag besprochen werden. „Ich würde eine Lösung zu diesem Thema sehr begrüßen“, so der SPD-Verhandlungsführer.

(Quelle: www.spd.de)