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Wahlkreis

Der Iserlohner Kreisanzeiger berichtet über den Besuch von Minister Garrelt Duin beim "Handwerker-Forum" in Iserlohn am 25. Januar 2013:

Von Ulrich Steden

"Iserlohn. "Herzlich willkommen Herr Handwerksminister“, so begrüßte am Freitag Kreishandwerksmeister Christian Will den Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen, Garrelt Duin. Der hob dann später in seinem Vortrag "Das Handwerk – Goldener Boden für NRW“ vor Innungsvertretern hervor, der erste und einzige Minister in Deutschland zu sein, der in seiner Ressort-Bezeichnung das Wort Handwerk integriert habe, "und darauf bin ich stolz“. Unter den Gästen waren auch MdB Dagmar Freitag, mit der die Kreishandwerkerschaft gemeinsam dieses "Handwerker-Forum“ vorbereitet hatte, und die Landtagsabgeordneten Michael Scheffler und Inge Blask, sowie Kreishandwerksmeister Thomas Bock (Südkreis) und Wills Vorgänger Hans-Joachim Künzel.

Beeindruckende Zahlen
Ebenso wie Will ging auch Duin auf die herausragende Stellung des Handwerks in NRW ein. Über eine Million Beschäftigte in nahezu 200 000 Betrieben und ein Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro. "Das Handwerk in NRW kann mit beeindruckenden Zahlen aufwarten“, so Will. Und Duin pflichtete ihm bei, dass das Handwerk als starker Wirtschaftsbereich und beispielgebender Ausbilder zur ökonomischen Stabilität und gesundem Wachstum beigetragen habe, was sich gerade in der Finanz- und Wirtschaftskrise gezeigt habe, als das Handwerk seine Mitarbeiter gehalten habe und so viele negative Auswirkungen des industriellen Einbruchs aufgefangen habe.

Kernstück Ausbildungssystem

Mit allen Kräften, so Duin, müsse auch das duale Ausbildungssystem verteidigt werden, das ein Kernstück sei, und damit den Boden für unseren Wohlstand biete. "Das duale Ausbildungssystem muss gleichwertig neben dem Studium gesehen und auch so vermittelt werden“, sprach Duin über das deutsche Erfolgsrezept. Mit völligem "Unverständnis“ hätten englische Gesprächspartner reagiert, als er ihnen dieses Konzept vorgestellt habe. Andere ausländische Kollegen und Gesprächspartner hätten aber langsam erkannt, dass ihnen ein solches Konzept in der Ausbildung fehle. "Wir müssen alle Kreativität zusammen bringen, und auch schon in der Schule für dieses Konzept werben“, appellierte Duin an seine Zuhörer. Auch so könne man einem Fachkräftemangel frühzeitig begegnen.

Ausrüster der Energiewende

Viel Lob gab es im Zusammenhang mit der Energiewende, für die, so Duin, endlich ein klares politisches Konzept vorliegen müsse. "Das Handwerk ist der offizielle Ausrüster der Energiewende“. Der Minister stellte dann auch Teile des 9-Punkte-Planes vor, mit dem das Land für das Handwerk tätig werden will. Dazu zählten der "Starterscheck“, der "Wachstumsscheck“ und er wolle Innovationsgutscheine auf den Weg bringen. Seit dem 29. Dezember gäbe nun auch das Gesetz zur Förderung des Mittelstandes in NRW, das dafür sorge, dass jedes Gesetz in einer Clearing-Stelle, in der auch das Handwerk beteiligt sei, darauf geprüft werde, welche Auswirkungen es für den Mittelstand habe. "Dieser Dialog wird verpflichtend, das ist einmalig in Deutschland.“

In der folgenden Fragerunde ging Duin offen auf die Fragestellungen ein, was auch beinhaltete, dass er zugab, nicht alles zu wissen."