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 Ein Bericht aus dem Iserlohner Kreisanzeiger vom 12. Juli 2013 (Text und Foto von Johannes Pusch):

Hemer. Um 21.53 Uhr hatte das Warten ein Ende. Es durfte wieder gegessen und getrunken werden. Die Gemeindemitglieder der Moschee hatten schon den ganzen Tag über eisern auf Kalorien verzichtet. So wie sie es auch in den kommenden 30 Tagen tun werden, schließlich hat am Dienstag der muslimische Fastenmonat Ramadan begonnen.

 

Zum ersten Fastenbrechen in diesem Jahr freute sich der Gemeindevorsitzende Tacettin Önal über besonderen Besuch: „Im Namen der Gemeinde darf ich Sie ganz herzlich begrüßen.“ Angesprochen fühlten sich mit diesen Worten die Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag, die Landtagsabgeordnete Inge Blask, Bürgermeister Michael Esken sowie Pfarrer Marian Wieczorek von St. Bonifatius.

Bürgermeister Esken betonte: „Dies ist keine alltägliche Einladung. Offizielle Termine nach 21 Uhr habe ich eigentlich nicht. Doch wir freuen uns sehr, dass wir heute ein Teil ihrer Familie sein dürfen.“ Und Pfarrer Wieczorek brachte es auf den Punkt: „Wir glauben alle an einen Gott. Ich wünsche Ihnen allen einen gesegneten Monat.“

Je näher das Fastenbrechen rückte, desto voller wurde es in dem Gemeindesaal, der kurz vor 22 Uhr mehr als gut gefüllt war. Zu diesem Zeitpunkt standen auch schon die unterschiedlichsten traditionellen Speisen auf den Tischen. Als Vorspeise wurde eine Mercimek çorbası (Linsensuppe) gereicht, als Hauptspeise gab es Salat, Mantı (türkische Nudeltäschchen) sowie Tas Kebab (Reis mit Lamm). Zum Nachtisch wurde zuckersüße Baklava gereicht.

Nach einem Lied durften die Köstlichkeiten dann ab 21.53 Uhr verspeist werden. Während des Essens wurde sich viel unterhalten, und die Gäste lernten Einiges über muslimische Traditionen. Nach dem Essen wurde ein Dankgebet gesprochen und im Anschluss schwarzer Tee getrunken.

Tacettin Önal erklärte: „In diesem Jahr wird zum ersten Mal überhaupt versucht, an jedem Abend im Ramadan gemeinsam hier in der Gemeinde zu essen. Dazu sind nicht nur die Gemeindemitglieder, sondern auch andere Gäste herzlich eingeladen!“