“Gerne hätte ich nach meiner Anfrage an die DB eine bessere Nachricht hinsichtlich des Werdohler Viadukts überbracht,” so die heimische Bundestagsabgeordneten Dagmar Freitag mit Blick auf die Antwort der DB zum Planungsstand des Werdohler Viadukts. 
“Eine Begründung, nach welchen Kriterien die Priorisierung der angemeldeten Projekte erfolgt ist, fehlt bedauerlicherweise”. 
 
Seit der letzten Anfrage der Abgeordneten vom März 2017 seien zudem vertiefte Untersuchungen an dem Viadukt durchgeführt worden, um das weitere Vorgehen festzulegen. Aktuell würden drei unterschiedliche Varianten für die Investivmaßnahme an dem Bauwerk untersucht – zwei sähen einen Erhalt der ursprünglichen Bausubstanz vor. In einer dieser beiden Varianten würde außerdem die Teilnahme an einem Forschungsvorhaben geprüft, in dem ein Verfahren entwickelt werden soll, mit dem Bauwerke wie das Viadukt erhalten werden können.

Die Entscheidung, welche Variante umgesetzt wird, solle nach derzeitigem Stand frühestens Ende 2021 fallen. Der Zeitplan des Projekts sehe aktuell einen Baubeginn im Jahr 2025 und eine Fertigstellung im Jahr 2026 vor. Eine verbindliche Festlegung des Zeitplans könne jedoch erst nach der Entscheidung für eine Variante erfolgen. Eine schnellere Umsetzung des Projektes sei aufgrund der noch erforderlichen Planungsschritte nicht möglich.

Die Deutsche Bahn teilte ferner mit, dass sie sich im Laufe der weiteren Planung mit der Stadt Werdohl und der zuständigen Denkmalbehörde abstimmen werde. Nach dem umfangreichen Vegetationsrückschnitt, der in der 2. Jahreshälfte 2018 vorgenommen worden sei, plane die DB Netz AG derzeit keine weiteren Arbeiten am Viadukt. Der Konzernbevollmächtige für NRW versicherte jedoch, dass geeignete Maßnahmen ergriffen würden, falls diese für den Erhalt der Bauwerksstruktur erforderlich werden.