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Wahlkreis

Heinz-Jürgen Czerwinski und Thorsten Bottin von der Westfalenpost Menden haben Ergebnis der Bundestagswahl in Menden analysiert:

"585 Bürger aus dem Stadtteil Berkenhofskamp hatten die Richtung vorgegeben. Mit ihrem Wahlverhalten produzierten sie ein Patt. Jeweils 231 Stimmen gingen im Mendener Bezirk 17.1 an Christel Voßbeck-Kayser (CDU) und Dagmar Freitag (SPD). Während Freitag sich nervenzehrend durch den Abend zitterte, wurde die Lage für Voßbeck-Kayser von Minute zu Minute komfortabler.

Die CDU-Frau konnte schließlich verschmerzen, der miserabel auf der SPD-Reserveliste abgesicherten Kontrahentin knapp zu unterliegen. Parteifreunde hatten längst ermittelt, dass sie trotz der Niederlage über die CDU-NRW-Reserveliste (34. Platz) in den Bundestag einziehen würde.

Im Merkel-Sog nach oben

Im Sog der schier übermächtigen Kanzlerin Angela Merkel punktete Voßbeck-Kayser Stimmbezirk um Stimmbezirk in Menden. Ihre persönlichen Ergebnisse wichen dabei nur geringfügig von denen der CDU ab. Dagmar Freitag hingegen lieferte in Menden einen Ausreißer nach dem anderen. Nach oben! In den meisten Wahllokalen lag ihr persönliches Ergebnis fünf bis zehn Prozentpunkte über dem ihrer SPD. Einige Beispiele:

Bezirk 11.2 (Stiftstraße/Werler/Straße/Bachstraße): Voßbeck Kayser 200 Erststimmen, Freitag 199. Dabei gab es fast zehn Prozentpunkte mehr CDU- als SPD-Zweitstimmen.

Bezirk 0.41 (Schwitten): In der CDU-Hochburg erreichte Voßbeck-Kayser 54,85 Prozent bei 56,51 Prozent für die CDU; Freitag holte 32,5 Prozent, bei 24,3 Prozent für ihre SPD.

Bezirk 0.71 (Platte Heide): 44,4 Prozent für Freitag, bei 34,7 Prozent für die SPD. Voßbeck-Kayser blieb mit 38,9 Prozent ganz in der Nähe des CDU-Ergebnisses (39,4). Und das sollte sich durch den Abend ziehen. Was stadtweit zu diesem Ergebnis führte: Freitag = 38,3 Prozent (2009 = 38,6); Voßbeck-Kayser: 45 (2009 = 37,9 Prozent).

Menden wählte durchaus stellvertretend, strafte auch die FDP ab, trug hingegen Manuel Huff (Linke) in teilweise unerwartete Höhen. Der Iserlohner errang im Bezirk 0.81 (Ex-Kasernengelände) 9,74 Prozent der Erststimmen, seine Stammpartei sogar 11,05 Prozent.

Wo waren die anderen kleinen Parteien am stärksten? Prozentual hat die AfD die meisten Anhänger im Wahlbezirk Holzener Straße (Wahllokal Geburtstagskindergarten), hier bekam die neue Partei 8,65 Prozent. Die Grünen schnitten mit 9,8 Prozent in Halingen (Wahllokal kath. Pfarrheim 2) am besten ab.

Insgesamt gesehen haben die kleineren Parteien im Rauherfeld (Wahllokal Auf der Kluse) den meisten Rückhalt: Sowohl die AfD (7,16 Prozent) holte hier ein gutes Ergebnis, die Piraten (4,47 Prozent) und die NPD (2,46 Prozent) schnitten hier sogar am besten im ganzen Stadtgebiet ab.

Die Hochburg der CDU bleibt Barge: 57,81 Prozent der Zweitstimmen holte die Union, die SPD lediglich 19,79 Prozent. Das entgegengesetzte Bild bieten Oberrödinghausen und Asbeck: Hier landete die SPD mit 37,01 Prozent vor der CDU (33,62 Prozent).

Quelle: www.derwesten.de